Ohne Energie kein Leben

Energie ist kostbar. Wir alle leben von Energie, die wir täglich unserem Körper zuführen. Wir leben von der Energie, die unseren Wohlstand geschaffen hat und unsere Maschinen und Geräte treibt. Wenn sie diesen Artikel lesen, dann ist es nur möglich, weil ihr Computer mit elektrischer Energie angetrieben wird.

Auf den ersten Blick erscheint es, als ob es Energie in Hülle und Fülle geben würde. Aber die meiste Energie, die wir derzeit für unsere Motoren und Heizungen verbrauchen stammt aus fossilen Rohstoffen, die über Jahrmillionen in der Erde eingelagert wurden. Was wir in wenigen Jahrzehnten entnehmen ist über Jahrmillionen "gewachsen". Zudem erhöhen wir durch deren Entnahme den CO2 Gehalt in der Atmosphäre. Eine dramatische Folge daraus ist der Treibhauseffekt, der zum Klimawandel führt.

Unsere große Aufgabe ist, Energie zu sparen und erneuerbare Energie auszubauen und zu nützen, die diesen Treibhauseffekt verhindert.

Seit 17. April 2003 läuft auf dem Dach des Rottmayr-Gymnasiums eine Photovoltaikanlage der Pfarrei Mariä Himmelfahrt. Unsere Anlage besteht aus 36 Modulen mit einer Gesamtfläche von 46 m2 und einer Spitzenleistung von 6,12 kWp. Das Dach des Gymnasiums ist mit seiner Neigung von 25° und der Ausrichtung nach Süden gut für eine Solaranlage geeignet.

Derzeit wird das Gymnasium saniert, die Anlage ist deshalb zwischenzeitlich abmontiert.


Photovoltaikanlage 2003 DBU

Photovoltaikanlage 2003
  Mit der Sanierung des Herrenhauses im Jahr 2016 wurde die Heizung im Herrenhaus und im Pfarrhaus auf Pellets umgestellt. Pellets zählen zu den nachwachsenden Rohstoffen und verringern so den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2.

Die großen Zukunftsfragen, die uns Christen beschäftigen:

Wie und wo können wir Energie einsparen?

Welche erneuerbaren Energien sind besonders interessant?

 
   

 

Religionsführer des Christentums, Judentums und des Islam suchen den Schulterschluss in der Frage der Umwelt: Zum Ende der Weltausstellung Expo in Kasachstan haben Vertreter dieser Religionen in Astana eine gemeinsame Erklärung zum Thema „Energie der Zukunft“ verabschiedet. Darin wenden sie sich gegen Wegwerfprodukte, Kernwaffen sowie fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdöl und verurteilen riesige Kraftwerkprojekte, deren ökologische und soziale Auswirkungen nicht hinreichend untersucht wurden. Unter den Unterzeichnern ist auf Seiten des Heiligen Stuhles Kardinal Peter A. Turkson, der Präfekt des Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen. Der Akt der Unterzeichnung fiel auf den Vortag des Gebetstages für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September, den der orthodoxe Patriarch Bartholomaios I. eingeführt und die katholische Kirche unter Papst Franziskus übernommen hatte.
Die gemeinsame Umwelt-Erklärung der Religionsführer ruft alle Gläubigen und Menschen guten Willens dazu auf, über gemeinsame Werte und den menschlichen Umgang mit der Natur nachzudenken. Energiequellen seien nicht von Menschen gemacht, sondern von Gott dem Menschen anvertraut worden; jede Form von Diebstahl sei inakzeptabel. Man anerkenne, dass der Zugang zu Energie eine Grundlage zur Erfüllung von Menschenrechten sei. Die Politik müsse für einen „sauberen, sicheren, verlässlichen und bezahlbaren Zugang zu Energie“ sorgen, der sich so wenig wie möglich auf die Umwelt auswirke, und der im Einklang mit lokalen Kulturen und Bedürfnissen stehe. „Wir unterstützen einen ehrgeizigen Übergang hin zu nicht-verschmutzenden Energiequellen und -Prozessen und eine verminderte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, heißt es in dem Dokument wörtlich. Ein solcher Übergang müsse Hand in Hand gehen mit der „Dezentralisierung und Demokratisierung der Energieproduktion“.
Gläubige und Menschen guten Willens sollten auf Unternehmen einwirken, damit diese ihr Umweltpolitik verbessern. An Staaten und Finanzgeber appellierten die Religionsführer, „unverantwortliche und zynische Spekulation mit Energiequellen“ zu unterbinden.
Neben Kardinal Turkson unterzeichneten drei weitere Religionsvertreter die Erklärung in Astana: die Anglikanerin Clare Amos für den Weltkirchenrat, Rabbiner Daniel Sperber, Talmud-Professor in Jerusalem und der italienische Imam Yahya Sergio Pallavicini.
(Radio Vatikan 31.08.2017)