Ehemalige Klosterkirche

Baugeschichte
Seit 1647 kamen Kapuziner der Tiroler Provinz aus Salzburg zur Seelsorgsaushilfe nach Laufen. Die Bemühung des Rates der Stadt und der Bürger um Errichtung eines Klosters beim Salzburger Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun führten bald zum Erfolg. Durch Abtretung eines Teils des Schlossparks kam es bereits 1655 zur Grundsteinlegung, 1656 zum Baubeginn und am 24. August 1659 zur Weihe der Kirche durch den großzügigen Stifter und Förderer, Fürsterzbischof Guidobald, in Anwesenheit des bayerischen Kurfürstenpaares Ferdinand Maria und Adelaide von Savoyen; 1663 erfolgte die Weihe des Klosters. Der einschiffigen gewölbten Kirche mit eingezogenem Chor, nördlicher Seitenkapelle, Vorhalle und Dachreiter schloss sich im Süden die Vierflügelanlage des Klosters an. An Stelle der 1608 abgebrochenen ältesten Kirche der Stadt neben dem Schloss erhielten nun die neue Klosterkirche das Patrozinium St. Peter, die Seitenkapelle St. Anna. Ende des 17. Jh. kamen zu den vorhandenen Altären noch zwei Seitenaltäre zu Ehren des hl. Antonius von Padua und des hl. Felix von Cantalicio. Im 19. Jh. erfolgten mehrere bauliche Veränderungen unter Einbeziehung der Inneneinrichtung.
Klosterkirche
Klosterkirche innen Nach dem Brand von 1887 neues Gewölbe, Verlängerung des Kirchenraumes nach Osten, neue Altäre, neue Kanzel. Die letzte purifizierende Renovierung erfolgte unter Guardian P. Paternus Keck (1964/65) mit Betonung des Raumes und zeitgemäßer Inneneinrichtung (Architekt Karl-Heinz Limpert, Burghausen, und Anton Rückel, München). 1992 Auflösung des Konvents der bayerischen Kapuziner; Verwendung der Kirche als Filialkirche der Pfarrei.
Die heutige Kirche ist beherrscht vom einfachen Altar und dem Altarkreuz darüber (gestaltet von Anton Rückert), das den Patron der Kirche Petrus und den Ordensgründer Franziskus mit dem Gekreuzigten vereint. An der Abschlusswand der moderne Bronzetabernakel, dahinter der ehemalige Psallierchor der Mönche. An den Wänden Barockbilder mit Leidensszenen, in einer Nische lebensgroße Barockfigur „Christus im Kerker" (zweite Hälfte 18. Jh., 1867 von Saaldorf erworben). In der früheren St. Anna- und jetzigen Marienkapelle ist auf moderner Stele und Bronzeumrahmung eine „Schöne Madonna" des weichen Stils (aus dem Bayerischen Nationalmuseum für eine frühgotische Plastik - Maria mit dem Jesusknaben an der Hand, Kopie auf dem Georgsaltar in der Stiftskirche - auf dem Tauschweg erworben). Unter der Marienkapelle befindet sich die Gruft der Kapuziner. Klosterkirche schöne Madonna

Kunst als Lobpreis

Ein Buch über das künstlerische Wirken von Anton Rückel können sie bei uns im Pfarrbüro kaufen. Preis: 50 €

Neben der ehemaligen Klosterkirche (Westseite) liegt der alte Friedhof, von 1828 bis 1983 belegt, jetzt "Friedhofspark". Die Anlage ist ein sprechendes Geschichtsdenkmal der Stadt Laufen