Asylhelferkreis

„Ich bin keine Gefahr, ich bin in Gefahr“, lautet ein Ausspruch, den Papst Franziskus von einer Aufschrift auf den T-Shirts der Flüchtlinge übernahm. Arbeitslosigkeit und Krieg nennt der Papst als die beiden Hauptgründe für Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Die Euopäer, stellt der Pontifex fest, hätten mit dem Kolonialismus die Menschen ausgebeutet. Die Erde sei ausgetrocknet, weil Raubbau an ihr getrieben worden sei. Es gebe keine Arbeit,und es bestehe der dringende Bedarf, Arbeitsplätze zu schaffen.
Papst Franziskus stellt die Verantwortung Europas für die Kriege fest: Europa verkaufe die Waffen, die in den kriegerischen Auseinandersetzungen zum Einsatz kämen.Krieg ist einer der Hauptgründe für Menschen, ihre Heimat zu verlassen.
Besorgt zeigt sich das Oberhaupt der katholischen Kirche über die Lage in Europa. Europa könne den Sinn für seine Kultur und seine Traditionen verlieren. Es müsse zu seinen Wurzeln zurückkehren. Europa habe stets kulturelle Integration und eine Multikultur erlebt.
Quelle: Zenit, die Welt von Rom aus gesehen. 1. September 2017

In unserem Pfarrverband gibt es seit 2015 - als viele Flüchtlinge in unserem Land eine neue Heimat suchten - einen gut organisierten Asylhelferkreis, der sich um eine gute Integration der Flüchtlinge kümmert. Die Aktivitäten des Helferkreises werden auf der Homepage der Stadt Laufen präsentiert.

Wenn sie Informationen suchen oder mithelfen wollen, einfach hier klicken.

"Gemeinsam in Vielfalt" - eine Seite der Diözese München und Freising

Botschaft von Papst Franziskus zur Situation der Flüchtlinge

Flüchtlingen und Migranten sollen mehr Möglichkeiten geboten werden, ihre Zielländer sicher und legal zu erreichen. Papst Franziskus ruft in seiner Botschaft zum 104. Weltgebetstag für Flüchtlinge und Migranten zu einer ganzen Reihe von konkreten Maßnahmen auf, darunter zur Vereinfachung von Familienzusammenführungen, zu humanitären Korridoren, zum Schutz vor Schleppern und Ausbeutern und zur Integration der Migranten durch das Erlernen von Sprachen und durch Arbeitsmöglichkeiten.

Außerdem nennt Papst Franziskus die kollektive und wahllose Zurückführung von Flüchtlingen und Migranten „keine Lösung“, vor allem nicht, wenn sie in Länder zurück geführt würden, in denen die Menschenwürde und die Grundrechte nicht geachtet würden. Persönliche Sicherheit habe immer Priorität vor nationaler Sicherheit, so der Papst mit Bezug auf seinen Vorgänger, Benedikt XVI.

„Jeder Fremde, der an unsere Tür klopft, ist eine Gelegenheit zur Begegnung mit Christus“: Das konkrete, alltägliche und das geistliche und religiöse in ein und derselben Erfahrung zu verbinden, das ist eines der großen Anliegen von Papst Franziskus auch in dieser Botschaft. Die Solidarität der Kirche muss konkret ausgedrückt werden, während jeder Phase von Flucht und Migration, bei Aufbruch über den Weg zum Ankommen und zur Rückkehr.

Der Papst fasst seine Anliegen in vier Verben zusammen:
willkommen heißen,
schützen,
fördern
und integrieren.
Jedes dieser vier Verben ist mit konkreten Vorschlägen versehen. Immer geht der Papst aber auch über diese konkreten Schritte hinaus und fragt nach der Würde des Menschen oder der Bedeutung von Familie oder Zukunftsaussichten. „Die Kirche ist bereit, sich in der Umsetzung all der genannten Initiativen zu engagieren“, verspricht der Papst in der Botschaft.

Radio Vatikan 21.08.2017